Mediator BM® Organisation und Interkulturelles (m/w)

//Mediator BM® Organisation und Interkulturelles (m/w)
Mediator BM® Organisation und Interkulturelles (m/w) 2018-11-07T09:29:01+00:00

Die Ausbildung richtet sich an Mitarbeiter aus

  • Mitarbeiter aus Verwaltung & Kommunen
  • Wirtschaftsunternehmen, Personaler, Führungskräfte
  • Rechtsanwälte
  • Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe sowie anderer sozialer Einrichtungen

Ziele und Inhalte der Ausbildung zum Mediator Organisation und Interkulturelles

Die zertifizierte und berufsbegleitende Mediationsausbildung im Umfang von 200 Stunden findet auf der Grundlage des Mediationsgesetzes sowie nach den Standards des Bundesverbandes Mediation (BM®) statt.

Was macht ein zertifizierter Mediator? Ein zertifizierter Mediator unterstützt Einzelne, Gruppen und Teams bei der Konfliktlösung in Unternehmen und Organisationen, auf Mitarbeiter- und Führungsebenen. Für die Praxis bedeutet das, dass der zertifizierte Mediator empathisch und vertrauensvoll agiert, um einen Zugang zu den Streitparteien zu erhalten. Der Schwerpunkt dieser Ausbildung liegt auf den Bereichen Organisation und Interkulturelles. Im Anschluss erhalten Sie ein Abschlusszertifikat der Steinbeis + Akademie der Steinbeis-Hochschule als zertifizierter Mediator und können sich über den Bundesverband Mediation e . V. (BM®) verbandszertifizieren lassen.

Ausbildungsinhalte

  • Grundzüge, Definition, Prinzipien und Idee der Mediation
  • Geschichte der Mediation
  • Selbsterfahrung von Mediation, Selbstreflexion im Rollenspiel
  • Unterschiede und Abgrenzung zu anderen Verfahren und Konfliktlösungsmethoden
  • Haltung des Mediators (Grundzüge), Aufgaben und Rolle
  • Überblick zu Verfahrensverlauf und Phasen der Mediation bei Konflikten
  • Mediationseignung von Fällen
  • Umsetzung und Rolle des Rechts
  • Fallbeispiele

Supervision

  • Typologie von Konflikten, Konflikttiefen und Konfliktanalyse
  • Konflikteskalation, Dynamiken und Stufen, Funktionen von Konflikten
  • Mediationsmodelle (unterschiedliche Ansätze, Modelle sowie Harvard-Konzept)
  • Selbstbehauptung, Wechselbezüglichkeit und Gemeinsamkeiten in der Mediation
  • Ressourcen in Konflikten und deren Nutzung
  • Erkennen von und Umgang mit Emotionen im Mediationsprozess
  • Erfahrung, Reflexion und Umgang mit Allparteilichkeit und Neutralität
  • Verhandlungsführung und -management bei Konflikten: Intuitives Verhandeln, Verhandlung nach dem Harvard Konzept / integrative Verhandlungstechniken, distributive Verhandlungstechniken
  • Fallbeispiele

Supervision

  • Grundlagen der Kommunikation und Kommunikationstechniken: Paraphrasieren, Verbalisieren, Reframing, verbale und nonverbale Kommunikation
  • Grundlagen mediativen Fragens
  • Fragemodell – Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktionen
  • Fragematrix – Arbeiten mit ressourcenorientierten Hypothesen
  • Zirkuläres Fragen – Arbeiten an Beziehungs- und Konfliktmustern
  • Visualisierungs- und Moderationstechniken
  • Techniken zur Entwicklung und Bewertung von Lösungen (Brainstorming, Mindmapping, weitere Kreativitätstechniken, Risikoanalyse)
  • Fallbeispiele

Supervision

  • Wandel der familialen Strukturen
  • Phasen von Trennung und Scheidung
  • Konfliktdynamik von Paaren bei Trennung und Scheidung
  • Abgrenzung von Therapie, Beratung und Mediation
  • Unterschiedliche Settings in der Mediation (z.B. Einzelgespräche, Shuttle-Mediation)
  • Vor- und Nachbereitung von Mediationsverfahren
  • Dokumentation und Protokollführung
  • Vertiefende Betrachtung einzelner Mediationsphasen
  • Fallbeispiele

Supervision

  • Grundlagen des Familienrechts (u.a. Sorge-, Umgangsrecht, internationales Kindschaftsrecht)
  • Rolle des Rechts in der Mediation
  • Rolle des begleitenden Anwalts
  • Mediationsgesetz, Vertrag und Vereinbarung
  • Abgrenzung von zulässiger rechtlicher Information und unzulässiger Rechtsberatung durch den Mediator
  • Sensibilisierung für die rechtliche Relevanz bestimmter Sachverhalte
  • Mitwirkung von Rechtsanwälten, Experten, Gutachtern in der Mediation
  • Rechtliche Besonderheiten der Mitwirkung des Mediators bei der Abschlussvereinbarung
  • Ermöglichen einer rechtlich informierten Entscheidung bei rechtlich relevanten
    Sachverhalten

Supervision

  • Besonderheiten im Mediationssetting und Mediationsdesign
  • Kulturspezifisches Konfliktverhalten
  • Unterschiede in den Kommunikationsstilen
  • Shuttle-Mediation
  • Mit Komplexität umgehen: Wechselwirkungen zwischen Rolle, Auftrag, Person und Kultur wahrnehmen lernen
  • Arbeit mit Übersetzern

Supervision

  • Dynamik in Gruppen
  • Rollen und Phasen in Gruppen
  • Mediation innerhalb und zwischen Teams
  • Methoden und Techniken für Großgruppenmediation
  • Chancen und Grenzen der Mediation
  • Konfliktmanagement in komplexen Systemen
  • Mediation auf unterschiedlichen Hierarchieebenen
  • Interne und externe Mediation
  • Das Havard-Konzept

Supervision

  • Abschlusskolloquium: Profil- und Projektentwicklung und Transfer in die Praxis
  • Vertiefung Schwerpunkt und Methoden

selbstreflexive Arbeit an den eigenen Erfahrungen (Supervision)

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